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Liebe Leserin, lieber Leser! Immer wieder kommt es – vermutlich auch in Ihren Team-Meetings oder in harten Verhandlungen mit Kunden beziehungsweis Lieferanten – zu hitzigen Debatten. Plötzlich ist kein vernünftiges Wort mehr möglich. Schuld daran ist ein Filter den wir Menschen fast automatisch einschalten. Spätesten mit dem Beginn eines Streits verengt sich unser Horizont im wahrsten Sinne des Wortes: Wir verschließen fast alle unsere Sinneskanäle. Es gilt nur noch, was gehört wird. Ein Wort gibt das andere. Nonverbale Signale unseres Gegenübers (die das Gesprochene eventuell abschwächen oder ins Gegenteil verkehren würden) registrieren wir nicht mehr. Doch Sie können diesen Filter-Mechanismus stoppen! Machen Sie sich bei der nächsten hitziger werdenden Debatte einfach die Verengung auf das pure Hören bewusst, und schalten Sie aktiv Ihre anderen Sinnesorgane zu. Schalten Sie beispielsweise Ihren visuellen Sinneskanal an, und konzentrieren Sie sich auf die Wahrnehmungen Ihrer Augen: Vielleicht schaut Ihr Gegenüber gar nicht so böse, sondern es fehlen ihm nur die richtigen Worte. Oder Sie sehen an seinem Gesichtsausdruck, dass ihn die pure Existenzangst treibt. Versuchen Sie bei Ihrem Gesprächspartner ebenfalls den visuellen Kanal zu aktivieren: „Bitte schauen Sie doch noch einmal auf dieses Chart." – „Sie sehen an diesen Zahlen, dass wir Ihnen wirklich entgegenkommen wollen." Blicken Sie Ihr Gegenüber dabei offen und mit Sympathie an. Sie werden feststellen: Der Konflikt verebbt - eine weitere Eskalation haben Sie souverän vermieden. Über Fragen und Anregungen freuen wir uns sehr, schreiben Sie einfach an: rufus@vnr.de Ihre Andrea Heckmann Redaktion RuFuS-Infomail PS: Möchten Sie weitere Themenkanäle bestellen oder andere abbestellen? Dann klicken Sie einfach auf diesen Link: Abo erweitern Ältere Führungskräfte gewinnen an Bedeutung Weiterarbeiten in Altersteilzeit erlaubt? Schwierige Mitarbeiter (Teil 1) - Der Alpha-Mensch Lösungsansätze statt Rechtfertigungen: So stoppen Sie den „Warum-weil-Reflex“ Social-Sponsoring Teil 3: Diese 5 Leistungen dürfen Sie von Ihrem Sponsor erwarten Umgehen Sie diese 5 Formulierungsfallen, um Mitarbeiter stets zu motivieren |
![]() Bis zum Jahr 2020 wird sich der Anteil der über 50-Jährigen drastisch erhöhen. Unternehmen müssen jetzt beginnen, das Potenzial der Älteren gezielt zu nutzen, um ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die Personalberatung Ray & Berndtson zusammen mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) durchgeführt hat. Während heute nur jede 4. Fach- und Führungskraft älter als 50 Jahre ist, wird in spätestens 10 Jahren jeder Dritte dieser Alterskategorie angehören. Gleichzeitig werden bei den unter 50-Jährigen bis zum Jahr 2025 rund 600.000 Fach- und Führungskräfte weniger vorhanden sein als heute. Das entspricht einem relativen Rückgang von 20 %. Im Jahr 2050 wird die Zahl der verfügbaren Fach- und Führungskräfte insgesamt um 1/3 geringer sein als heute. „Die Unternehmen in Deutschland sind auf diese dramatische Entwicklung nur mäßig gut vorbereitet. Viele sehen den Ausweg vor allem darin, den Wettbewerb um gut ausgebildete, junge Nachwuchskräfte zu intensivieren. Diese Strategie wird allein jedoch nicht mehr aufgehen“, sagt Franz-Josef Nuß, Partner bei der auf Executive Search und Führungskräftebeurteilung spezialisierten Personalberatung. Alternativen zur Nachwuchsförderung bestehen darin, Ältere länger im Unternehmen zu halten, das Potenzial von Frauen stärker als bisher zu nutzen oder auf eine verstärkte Rekrutierung von ausländischen Fach- und Führungskräften zu setzen. Aktuell steigt vor allem die Bereitschaft der Unternehmen, ältere Arbeitnehmer einzustellen oder länger als bisher zu beschäftigen. Die Erschließung des Potenzials älterer Führungskräfte setzt jedoch kreative Ansätze voraus, um die Diskrepanz zwischen Entlohnung und Leistungsfähigkeit im Alter zu verringern. Projektorientierte Verträge und Beraterfunktionen stellen hier Optionen dar, die in Zukunft stärker an Bedeutung gewinnen werden. Sie eignen sich auch dazu, die Motivation aufstrebender jüngerer Führungskräfte zu erhalten, die bei einer einfachen Verlängerung des Verbleibs von älteren Managern in ihrer Position möglicherweise länger auf eine Aufstiegsmöglichkeit warten müssten. Hier wieder eine Frage aus der Redaktionssprechstunde von Abonnenten des Praxishandbuchs leiten – führen – motivieren: Frage: Ich bin zurzeit in Altersteilzeit (passiv). Einerseits möchte meine Firma, dass ich sie noch unterstütze, andererseits gibt es Stimmen, die befürchten, dass meine Beschäftigung dazu führen könnte, dass die Agentur für Arbeit den Zuschuss an den Arbeitgeber streicht oder kürzt. Welche Lösung sehen Sie? Antwort: Sie befinden sich in einem sogenannten Blockmodell zur Altersteilzeit, in dem Sie zunächst 3 Jahre lang 100 % gearbeitet haben und gegenwärtig gar nicht arbeiten müssten. Grundsätzlich erhält Ihr Arbeitgeber nur dann Zuschüsse von der Agentur für Arbeit, wenn der Arbeitsplatz durch die Altersteilzeit tatsächlich frei wurde. Das bedeutet, dass Ihr Arbeitsplatz durch einen Arbeitslosen wiederbesetzt wurde. Wenn dies nicht der Fall ist und Sie in Altersteilzeit weiterarbeiten, sehe ich das Risiko, dass die Agentur für Arbeit den Zuschuss ganz streicht oder reduziert. Es sollte deshalb von Ihrem Arbeitgeber geklärt werden, ob die Fördervoraussetzungen noch vorliegen. Dies ist jedoch kein Problem. Das ist Aufgabe Ihres Arbeitgebers. Gegebenenfalls bietet es sich an, dass Sie als sogenannter Geringbeschäftigter von Ihrem Arbeitgeber weiterhin geführt werden. Entscheidend ist immer die Frage, ob durch die Altersteilzeitregelung de facto Personal eingespart wird. In diesem Fall fällt der Grund für die Förderung durch die Agentur für Arbeit weg. |
![]() Sie sind nicht glücklich, solange sie nicht der unumstrittene Führer ihrer Gruppe sind: Alpha-Menschen. Doch ein Alpha-Tier im Team kann für Sie als Vorgesetzten schwierig werden. Alpha-Mitarbeiter sind einerseits sehr wertvoll, denn sie setzen sich hohe Ziele (und erreichen diese auch), treffen zielstrebig Entscheidungen, treiben andere zur Leistung an und produzieren so Ergebnisse. Doch sie haben auch Schwächen: Alpha-Menschen haben oft eine vorgefertigte Meinung, halten diese für richtig - und haben damit meist Erfolg. Doch gerade deshalb sehen sie nicht ein, dass sie auch einmal irren können. Konsequenz: Entweder die Kollegen wenden sich vom Alpha-Menschen ab - oder eine Kultur der Ja-Sager entsteht. Beides keine guten Entwicklungen für Ihr Team Wie erreichen Sie einen AIpha-Menschen? Einen solchen Teufelskreis sollten Sie aufbrechen. Führen Sie mit Ihrem Alpha-Menschen ein Coaching-Gespräch nach folgendem Muster: 1. Gewinnen Sie seine Aufmerksamkeit - am besten durch Zahlen, Daten, Fakten, Grafiken. Nur wenn er sich davon überzeugen lässt, wird er bereit sein, in einen Prozess der eigenen Veränderung ein zu steigen. Diese innere Bereitschaft muss vorliegen. 2. Konfrontieren Sie den Alpha-Mitarbeiter mit den (kritischen) Aussagen seiner Kollegen. Die Aussagen sollen ihn durchaus verletzen, damit bei ihm wirklich ein Prozess des Nachdenken beginnt. 3. Schließlich können Sie daraus mögliche Maßnahmen für eine Verhaltensänderung ableiten. Hier knüpfen Sie an die natürliche Wissbegierde und an den Wettbewerbsinstinkt des Alpha-Menschen an („So können Sie langfristig unser Fachmann auf dem Gebiet …. werden."). Auf Basis solcher Coaching-Gespräche wird Ihr Alpha-Mitarbeiter im Idealfall seine Schwächen verringern - ohne seine Stärken zu verlieren. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie auf die Frage ,"Warum!" automatisch mit "weil" antworten? Dieser Effekt geht auf Prägungen in der Kindheit zurück. Wir können sogar von einem Rechtfertigungszwang sprechen. Doch sobald Sie sich rechtfertigen, hat Ihr Gegenüber die Steuerung des Gesprächs in der Hand. So umgehen Sie den Reflex Immer wenn Sie ab sofort Wort "warum" hören, gehen folgendermaßen vor:
Ihre Antwort: „Auf meinem Schreibtisch befinden sich die Dinge, die ich benötige." So führen Sie lhre Mitarbeiter Denken Sie daran, dass Ihre Mitarbeiter genauso in dieses Muster fallen. Nutzen Sie das Fragewort warum“ nur dann, wenn Sie einen Mitarbeiter tatsächlich in eine Rechtfertigungsposition zwingen wollen. Sind Sie an einer konstruktiven Problemlösung interessiert, so verwenden Sie besser Formulierungen „Aus welchen Gründen?“ oder „Auf Grund welcher Informationen/ Tatsachen/Vorkommnisse …? ". Beispiel: „Warum haben Sie schon wieder Ihr Projektbudget überzogen?" - Wahrscheinliche Antwort: „Weil Sie mir nie zuhören, wenn ich Ihnen von einem kritischen Projektzustand berichte." Alternativ: „Aus welchen Gründen haben Sie Ihr Projektbudget überzogen?“ Wahrscheinliche Antwort nun: „Wir benötigen ein größeres Budget wegen ... erstens … zweitens… " Der Vorteil dieser Frageart ist auch, dass Sie nicht nur einen Grund erfahren, sondern Ihr Gesprächspartner gleich nach mehreren sucht - und meistens auch fündig wird. So haben Sie gleich mehrere Ansatzpunkte für Verbesserungen. Anzeige Mehr Zeit! – Die Methode macht‘s Gehören auch Sie zu den Menschen, die weit über 40 Stunden pro Woche arbeiten? Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass Sie davon mindestens 3,5 Stunden einsparen können! Einfache Methoden, wie ein durchdachtes Ablagesystem oder ein richtiges Zeitmanagement machen es möglich! Welches Ihre Erfolgsmethoden sind, erfahren Sie hier. |
![]() Wenn Sie ein Sponsoring-Projekt angehen, können Sie von einem Sponsor finanzielle oder andere geldwerte Leistungen wie fachliches Know-how, einen Imagegewinn etc. erwarten. Im einzelnen sind das: Finanzielle Unterstützungen Je nach Art oder Umfang Ihres Projekts müssen Sie entscheiden, ob Sie einen oder mehrere Sponsoren suchen sollten, die Ihnen finanzielle Mittel zuwenden. Sachleistungen Dies können beispielsweise Computer für Ihr Jugendzentrum oder ein Autobus für Ihre Behindertenwerkstatt sein. Dienstleistungen Dies sind alle Leistungen von Sponsoren, die für Sie kostenlos erbracht werden. Das kann zum Beispiel der Transport Ihrer Hilfsgüter durch eine Speditionsfirma, der Druck Ihrer Plakate durch die sponsernde Druckerei oder die kostenfreie EDV-Spendenverwaltung durch Ihre sponsernde Sparkasse sein. Know-how Hier wird durch Mitarbeiter Ihres Sponsors für Sie kostenlos Wissen an Ihre Mitarbeiter vermittelt. Beispielsweise, wenn Ihr Sponsor, die Firma Softwarehaus, im Rahmen Ihres Projekts „Senioren bewegen sich“ Computerkurse durchführt oder Ihr Sponsor „Werbung GmbH“ bestimmte Teile Ihrer Öffentlichkeitsarbeit organisiert etc. Möglicher Nebeneffekt für Ihre Organisation: Aufwertung Ihres Vereins Wenn Sie einen Sponsor gefunden haben, der in der Öffentlichkeit bekannt ist, werten Sie durch die Zusammenarbeit mit diesem Sponsor auch Ihre Organisation auf. Ausblick - das Thema der nächsten Ausgabe: Was der Sponsor von Ihnen möchte. Ihre Ausdrucksweise entscheidet mit darüber, ob Mitarbeiter Sie als entschlossen oder zögerlich, als motivierend oder demotivierend, als vertrauenswürdig oder nicht empfinden. Achten Sie deshalb auf positive, motivierende Formulierungen. Folgende Tipps helfen Ihnen: 1. Keine „Wenn, dann“-Sätze Statt der Wörter „falls“ oder „wenn“ verwenden Sie besser das Wörtchen „sobald“. Damit verleihen Sie Ihrer Zuversicht Ausdruck, dass alles nur eine Frage der Zeit und jedes Problem lösbar ist. 2. Verantwortung übernehmen Sagen Sie nicht „Ich werde veranlassen …“. Besser, Sie bekräftigen Ihre Entschlossenheit. Dazu eignen sich Formulierungen wie „Ich werde mich darum kümmern …“, „Ich werde dafür sorgen…“. 3. Win-win-Situationen schaffen Stempeln Sie anders Denkende nicht sprachlich zu Verlierern („Sie haben Unrecht, wenn Sie behaupten …“). Nutzen Sie stattdessen Formulierungen, die für beide Seiten einen Gewinn versprechen: „Lassen Sie uns das Ganze noch einmal in Ruhe durchgehen und sehen, was sich dabei ergibt.“ 4. Stellen Sie Ihre Integrität nicht infrage Formulierungen wie „Um ehrlich zu sein …“ oder „Ich will ganz offen mit Ihnen sprechen …“ sollten für Sie gegenüber Ihren Mitarbeitern tabu sein. 5. Zweifeln Sie Ihre Aussagen niemals selbst an! Bitten Sie zum Abschluss Ihrer Ausführungen nicht um die Zustimmung Ihrer Gesprächspartner, etwa durch ein „… finden Sie nicht auch?“ oder „… nicht wahr?“. Mit solchen Formulierungen ziehen Sie Ihre eigenen Aussagen nur selbst in Zweifel. Ähnliches gilt für Einschränkungen nach der Devise: „Ich bin zwar kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich glaube dennoch …“ Wenn Sie von etwas überzeugt sind, stehen Sie dazu! Anzeige Wie müssen Sie welchen Mitarbeitertyp motivieren? Oft übersehen: Mitarbeiter mit wenig Kompetenz müssen anders geführt werden als hoch motivierte Kollegen. Der neue Praxis-Leitfaden „Motivations-Check" zeigt Ihnen, wie! Anhand sofort zu übernehmender Checklisten, Selbsttests, Handlungsanweisungen und Formulare finden Sie für jede Führungssituation die passende Antwort. Egal ob Selbstmotivation, Mitarbeitermotivation, Kommunikation, Führungsstil, Sozialleistungen, Glaubwürdigkeit oder Führung von schwierigen Mitarbeitern. Klicken Sie hier für immer wieder neue Anregungen, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter motivieren können. |
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